Abstraktes Bild mit der Frage An wem kann ich mich orientieren als systemische Coach

An wem kann ich mich orientieren als systemische Coach


An wem kann ich mich orientieren als systemische Coach

Ich erinnere mich gut an den Moment, als ich mir selbst diese Frage gestellt habe: An wem kann ich mich orientieren als systemische Coach? Es war eine Mischung aus Neugier, Unsicherheit und dem Wunsch, nicht allein unterwegs zu sein. Vielleicht kennst Du dieses Gefühl auch. Du stehst am Anfang, hast eine Vorstellung davon, wie Du arbeiten möchtest, aber suchst noch eine Art Kompass, einen Anker, der Dir hilft, Deinen Weg zu finden.

Was ich damals gelernt habe: Orientierung ist nie neutral. Sie hängt immer davon ab, was Du gerade suchst, was Dir wichtig ist und wo Du selbst stehst. Deshalb möchte ich Dich einladen, mit mir gemeinsam zu reflektieren, bevor Du Dir Vorbilder suchst. Denn die Frage „An wem kann ich mich orientieren?“ ist nicht nur eine Suche nach Personen, sondern auch eine Suche nach Dir selbst.

Wozu brauchst Du Orientierung?

Vielleicht möchtest Du wissen, wie ein systemischer Coach spricht, wie er oder sie sich präsentiert, welche Themen gesetzt werden oder wie die Haltung gelebt wird. Vielleicht geht es Dir auch darum, Dich im Markt zu positionieren, Deinen Stil zu finden oder einfach Inspiration zu bekommen, wie andere mit ähnlichen Herausforderungen umgehen.

Hier beginnt schon eine wichtige Unterscheidung: Orientierung kann sich darauf beziehen, was Du beobachtest – also das, was andere tun und sagen – oder darauf, wie Du das bewertest und für Dich übersetzt. Beobachtung ist erstmal neutral, Bewertung bringt Deine innere Haltung ins Spiel. Wenn Du also jemanden als Vorbild nimmst, dann beobachtest Du zunächst, was diese Person tut, wie sie spricht, welche Themen sie setzt. Dann kannst Du reflektieren: Was passt zu mir? Was nicht? Was will ich ausprobieren, was nicht?

Welche Themen interessieren Dich wirklich?

Eine hilfreiche Reflexion ist, Dir klar zu machen, welche Themen Dich als Coach ansprechen. Geht es Dir um Führungskräfteentwicklung, um persönliche Sinnfragen, um Organisationsentwicklung oder um etwas ganz anderes? Die Themen, die Dich interessieren, sind oft ein guter Zugang, um Vorbilder zu finden. Denn Menschen, die sich mit ähnlichen Fragen beschäftigen, können Dir Impulse geben, die Du für Deinen Weg nutzen kannst.

Frag Dich: Welche Themen berühren mich wirklich? Welche Fragen stelle ich mir selbst? Und welche Personen fallen mir ein, die genau diese Themen schon bearbeiten? Vielleicht kennst Du jemanden aus der Szene, vielleicht bist Du auf einen Vortrag gestoßen, oder Du hast einen Podcast gehört, der Dich angesprochen hat.

Wo und wie bist Du auf diese Personen aufmerksam geworden?

Das ist eine weitere spannende Beobachtung: Der Ort und der Kontext, in dem Du jemanden entdeckst, prägt auch, wie Du diese Person wahrnimmst. Wenn Du jemanden auf LinkedIn findest, dann ist das ein anderer Zugang als bei einem Seminar oder einem YouTube-Video. In sozialen Medien ist vieles verdichtet, oft geht es um schnelle Impulse, um Sichtbarkeit und Positionierung. In einem Seminar hast Du die Möglichkeit, die Person live zu erleben, Fragen zu stellen, in den Austausch zu gehen.

Überlege auch, wie Du auf die Person aufmerksam geworden bist. War es ein bestimmtes Thema, eine bestimmte Fragestellung oder vielleicht einfach der Stil? Vielleicht hat Dich die Art zu sprechen oder die Haltung berührt. Das sind wichtige Hinweise darauf, was Dir wichtig ist und was Du selbst ausprobieren möchtest.

Wie kannst Du den Sprachstil und die Haltung beobachten?

Es lohnt sich, den Sprachstil und die Haltung, die jemand zeigt, genau zu beobachten. Das ist nicht nur eine ästhetische Frage, sondern eine Haltung zur Welt und zum Menschen. Wie geht die Person mit Komplexität um? Wie reagiert sie auf Widersprüche? Wie schafft sie Räume für Reflexion und Selbstwirksamkeit?

Frag Dich: Was gefällt mir an der Art, wie diese Person spricht? Fühle ich mich eingeladen oder eher überfordert? Kann ich mir vorstellen, so zu sprechen oder so zu arbeiten? Was könnte ich davon übernehmen, was passt nicht zu mir?

Das Beobachten von Sprachstil und Haltung ist ein Perspektivwechsel. Du wechselst von der Rolle der reinen Zuhörerin zur aktiven Gestalterin Deiner eigenen Praxis. Du nimmst wahr, was Du brauchst, und lässt das weg, was nicht zu Dir passt.

Welche Rolle spielen Weiterbildungen und Seminare?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Weiterbildungen und Seminare nicht nur fachliches Wissen vermitteln, sondern auch eine wichtige Funktion für die Orientierung haben. Dementsprechend  kannst Du dort Menschen live erleben, in den Austausch gehen und ausprobieren, wie es sich anfühlt, in bestimmten Stilen zu arbeiten.

Wenn Du in einer Weiterbildung bist, beobachte genau, wie die Trainer:innen sprechen und agieren. Was kannst Du Dir davon abschauen? Wo spürst Du Widerstand? Welche Haltung möchtest Du selbst leben? Das ist ein lebendiger Prozess, der Dich immer wieder herausfordert und wachsen lässt.

Reflexionsfragen für Deinen Weg

Vielleicht helfen Dir diese Fragen, um Deine Orientierung zu vertiefen:

  • Welche Themen berühren mich wirklich als systemische Coach?
  • Wo und wie bin ich auf Menschen aufmerksam geworden, die mich inspirieren?
  • Was genau gefällt mir an deren Sprache und Haltung?
  • Was davon möchte ich ausprobieren, was nicht?
  • Wie kann ich meine eigene Stimme und Haltung weiterentwickeln?
  • Welche Räume und Formate unterstützen mich dabei am besten?

Konkrete nächste Schritte

Was kannst Du jetzt tun, um Deine Orientierung aktiv zu gestalten?

  1. Nimm Dir Zeit, Deine Interessen und Themen zu klären. Schreibe auf, was Dich bewegt und welche Fragen Du als Coach beantworten möchtest.
  2. Suche gezielt nach Vorbildern, die zu diesen Themen arbeiten. Nutze Plattformen wie YouTube, LinkedIn oder Podcasts, um sie zu beobachten. Ich folge zum Beispiel dem YouTube Kanal von Simon Weber Friends und hole mir dort Inspiration (hier geht’s zum Kanal YouTube Kanal von Simon Weber Friends)
  3. Achte genau auf Sprache und Haltung. Notiere, was Dich anspricht und was nicht.
  4. Besuche Seminare oder Weiterbildungen, um Menschen live zu erleben und in den Austausch zu kommen.
  5. Probiere aus, was Du beobachtet hast. Übe Deinen eigenen Stil und reflektiere, wie es sich anfühlt.
  6. Bleibe neugierig und offen für neue Perspektiven, ohne Dich unter Druck zu setzen, sofort alles übernehmen zu müssen.

Du suchst systemische Begleitung für Deinen Start als Coach?

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Herzliche Grüße,
Vera


Nächster Schritt

Ich bin Vera, systemische Lehrcoach iA und systemische Coach und helfe systemischen Coaches beim Businessaufbau in den ersten Monaten und darüber hinaus. Wenn Du Deine Orientierung vertiefen möchtest, lade ich Dich herzlich zu einem kostenlosen 15-minütigen Erstgespräch ein. Gemeinsam schauen wir, wo Du gerade stehst und wie ich Dich unterstützen kann.

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An wem kann ich mich als systemische Coach orientieren?

Du kannst Dich an Personen orientieren, die ähnliche Themen bearbeiten, deren Sprachstil und Haltung Dir zusagen und die Dich inspirieren, Deinen eigenen Weg zu finden.

Warum ist Orientierung für systemische Coaches wichtig?

Orientierung hilft Dir, Deinen Stil zu finden, Dich im Markt zu positionieren und Inspiration für Deine Arbeit zu bekommen.

Wie kann ich den Sprachstil und die Haltung von Vorbildern beobachten?

Indem Du genau hinschaust, wie sie sprechen, mit Komplexität umgehen und Räume für Reflexion schaffen, und reflektierst, was davon zu Dir passt.

Welche Rolle spielen Weiterbildungen und Seminare bei der Orientierung?

Sie bieten die Möglichkeit, Menschen live zu erleben, in den Austausch zu gehen und verschiedene Stile auszuprobieren.

Wie kann ich meine eigene Stimme und Haltung als Coach weiterentwickeln?

Durch Beobachtung, Reflexion, Ausprobieren und den Austausch in Weiterbildungen sowie durch das bewusste Entwickeln Deiner eigenen Praxis.

Wie finde ich passende Vorbilder für meine Coaching-Praxis?

Indem Du Deine Themen und Interessen klärst und gezielt nach Personen suchst, die sich mit ähnlichen Fragen beschäftigen, z.B. über YouTube, LinkedIn oder Podcasts.

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